Die Welle reiten: So nutzt du die Momentum-Strategie für dein Depot

Hast du dich schon mal geärgert, dass du bei einer Rallye nur an der Seitenlinie standest, weil du dachtest: „Das ist doch schon viel zu teuer“? Oft ist das Gegenteil der Fall. Die Börsenpsychologie zeigt uns immer wieder, dass Erfolg weiteren Erfolg nach sich zieht. Wir schauen uns heute an, wie du das sogenannte Momentum nutzt, um systematisch auf die Siegertreppchen der Wall Street zu steigen.

Die Momentum-Strategie gehört zu den erfolgreichsten Ansätzen der Finanzwelt. Das Motto ist simpel: „The trend is your friend.“ Anstatt nach unterbewerteten Schnäppchen zu suchen, setzt du auf die Gewinner von heute, weil sie oft auch die Stars von morgen sind.

Was genau steckt hinter dem Momentum-Effekt?

Das Prinzip basiert auf der Annahme, dass sich Trends an der Börse nicht sofort erschöpfen, sondern eine gewisse Zeit lang fortsetzen. Wer oben auf der Welle reitet, kommt schneller voran. Hier sind die fünf Säulen, die du kennen musst:

  • 1. Trendfolge als Motor: Du schwimmst nicht gegen den Strom. Wenn eine Aktie steigt, gehst du davon aus, dass die kinetische Energie des Marktes sie noch ein Stück weiter nach oben trägt.

  • 2. Die Selektion der Gewinner: Du schaust dir die Performance der letzten 6 bis 12 Monate an. Nur die relativen Spitzenreiter schaffen es in dein Depot. Wir suchen die „Highflyer“, nicht die Sorgenkinder.

  • 3. Marktpsychologie (FOMO lässt grüßen): Steigende Kurse ziehen Aufmerksamkeit an. Wenn die breite Masse sieht, dass eine Aktie läuft, wollen alle dabei sein. Diese Herdenmentalität befeuert den Trend oft weit über den fundamentalen Wert hinaus.

  • 4. Der richtige Ausstieg: Momentum-Investing ist kein „Buy and Hold“ für die Ewigkeit. Die Kunst liegt darin, den Absprung zu finden, sobald die Luft dünner wird und der Trend sich abschwächt.

  • 5. Diszipliniertes Risikomanagement: Wo viel Schwung ist, kann es auch mal steil bergab gehen. Stop-Loss-Orders sind dein Sicherheitsgurt, um Gewinne zu sichern und Verluste zu begrenzen, wenn der Markt dreht.

Warum Einzelaktien die Formel-1 des Momentums sind

Während ETFs ganze Märkte abbilden, bieten Einzelaktien die Chance auf echte Outperformance. Sie reagieren oft viel dynamischer auf Nachrichten und Trends. Das bietet dir die Möglichkeit für schnellere und höhere Gewinne – erfordert aber auch ein wachsames Auge.

Wer Momentum bei Einzelaktien spielt, muss bereit sein, aktiv zu werden. Es ist eine Strategie für Macher, die den Markt nicht nur beobachten, sondern seine Dynamik aktiv nutzen wollen.

Mein Fazit

Die Momentum-Strategie ist nichts für Anleger, die ihr Depot jahrelang nicht anschauen wollen. Aber für alle, die mit der Energie des Marktes gehen und von psychologischen Mustern profitieren möchten, ist sie ein mächtiges Werkzeug.